Peter und Paul-Kirche Elze

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Der Mutmacher
Der Mutmacher           
(Siebte Ausgabe)
 
 
 
Liebe Elzerinnen und Elzer,
 
 
zum 18. März 2021
 
 
Gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann
und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 
Es gibt wohl mehrere Anwärter auf die Autorenschaft dieses Sinnspruchs – der prominenteste unter ihnen ist der Hl. Franziskus von Assisi. Durch Quellen belegt ist das zwar nicht, aber eigentlich spielt es auch keine Rolle: der Spruch ist gut - egal von wem er ist.
 
Mir hat dieses Wort immer wieder geholfen, zu überprüfen, ob ich meine Kräfte an der richtigen Stelle einsetze. Kann ich mit meinen Möglichkeiten tatsächlich etwas zum Guten wenden, oder arbeite ich mich an etwas ab, das zu ändern, nicht in meinen Kräften steht? Dann erginge es mir wie dem edlen Don Quijote aus dem Roman von Miguel de Cervantes, der immer wieder gegen die Windmühlen anreitet, nur um stets aufs Neue durch ihre Flügel vom Pferd geworfen zu werden.
 
Andererseits: Wenn ich im Nachhinein erkennen müsste, dass ich unter meinen Möglichkeiten geblieben bin, weil ich zu früh aufgegeben und die Flinte vor der Zeit ins Korn geworfen habe, weil es mir an Mut, Kraft und Ausdauer gefehlt hat, dann wäre das mindestens so tragisch wie das Schicksal des Don Quijote.
Und so scheint mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden, fast die wichtigste der genannten Gaben zu sein.
 
In Zeiten der Pandemie brauchen wir sie alle drei:
Wir brauchen Menschen mit Entschlusskraft, mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, mit Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen, um die nötigen Dinge auf den Weg zu bringen und die Belastungen durch die Pandemie auszuhalten.
 
Wir brauchen aber auch die Fähigkeit, Unabänderliches mit Gelassenheit hinzunehmen – eine Haltung, die manch eine/r erst wieder neu lernen muss. Sich mit etwas abzufinden, gelassen zu bleiben, auch wenn ich auf etwas Wichtiges verzichten muss, zu ertragen, dass andere (vermeintlich oder tatsächlich) besser dran sind, das fällt vielen schwer. Und doch glaube ich, dass die Pandemie uns genau diese Fähigkeit noch manches Mal abverlangen wird. Sie wird unsere Geduld noch oft strapazieren, uns weiter auf die Nerven gehen und uns dünnhäutig machen. Wenn wir dann nicht über die Kraft zur Gelassenheit verfügen, dann wird das Klima in unserem Land noch rauer werden.
 
Wann aber ist es an der Zeit, diese Gelassenheit auch einmal aufzugeben und die Stimme zu erheben gegen die „Nebenwirkungen“ der Pandemiebekämpfung? Wann ist es geboten, gegen Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte, die Aushebelung der Parlamente, die Schädigung unserer Infrastruktur zu protestieren? Wann ist es nötig, die nahezu uneingeschränkte Ausrichtung aller Maßnahmen an den Vorgaben der Epidemiologie zu hinterfragen, ohne dabei Wasser auf die Mühlen von Populisten und Verschwörungstheoretikern zu lenken?  
 
Zur Beantwortung all dieser Frage braucht es die Weisheit zur Unterscheidung. Aber genau diese Weisheit ist nicht wohlfeil. Sie steht nicht jederzeit und an jedem Ort zur Verfügung. Darum ist der Sinnspruch, der über diesem Mutmacher steht, völlig zu Recht als Bitte formuliert: Gib uns Kraft, Gelassenheit und Weisheit. Um genau zu sein: Es ist sogar ein Gebet; denn das erste Wort habe ich Ihnen bis jetzt unterschlagen.
Es lautet:

Herr
, gib mir die Kraft…
 
Ja ich denke, wir sind (nicht nur) in Zeiten der Pandemie gut beraten, Gott um diese drei Gaben immer wieder aufs Neue zu bitten – für Politiker*innen und Entscheider*innen, für medizinisches und pflegerisches Fachpersonal aber auch für jede/n von uns.  

 
Kommen Sie damit gut durch die Zeiten!
 
Christian Castel
Superintendent

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unter "Gottesdienst" ist die ganze Reihe zu finden.

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