peter und paul kirche details
Empore Elze Kirchturm

Hier bin ich,
Gott, vor Dir.
So wie ich bin.

Mit meiner Anspannung,
mit meiner Freude,
mit meiner Ungeduld,
mit meiner Sehnsucht.

Gott, Quelle des Lebens,
erneuere mich.

Amen.
 

Andrea Felsenstein-Roßberg

    Zeit                                                Uhrwerk mit Unruhe

Gott gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit,
dass eine vom anderen zu unterscheiden
.

Schauen, beten,
             zur Ruhe kommen

Kirchturm-Zeitmaschine

DER HERR WIRD
SCHÜTZEN; ERRETTEN
SCHONEN UND BEFREIEN


Jesaia 31,5

Ob wir es wollen oder nicht: Unser Leben ist täglich in Gefahr. Manche Gefährdungen nehmen wir billigend in Kauf -  so z. B. die sehr reale Gefahr, Opfer im Straßenverkehr zu werden - andere Gefährdungen versuchen wir so klein wie möglich zu halten:
   
     durch Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Prophylaxen jeder Art,
     durch Sicherheitskonzepte, Überwachungskameras und das Abhören von Telefonen
     durch Feinstaubverordnungen, Grenzwerte für CO²-Emissionen und vieles mehr.

Ich muss gestehen, dass mich diese Diskrepanz manchmal irritiert. Da wird auf eher geringe Gefährdungen wie Feinstaubbelastung oder Terroranschläge im eigenen Land mit großem Aufwand reagiert, während mehr als 3000 Verkehrstote (auch im vergangenem Jahr) nur am Rande thematisiert werden. Ein Blutzoll, über den nicht gesprochen wird.

Zu viel hängt in diesem Land offenbar vom Auto ab. Und so kann ich mich manchmal des Eindrucks nicht erwehren, als würden immer wieder Randprobleme ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt, um von den eigentlichen Problemen und Gefährdungen abzulenken.

Doch wie auch immer, festzuhalten bleibt: Unser Leben ist täglich mannigfachen Gefahren ausgesetzt - durch Krankheit oder Unfall oder Verbrechen. Niemand von uns weiß, was das neue Jahr für ihn/sie bereithalten wird, ob wir an seinem Ende noch da sein werden. Daran werden auch all unsere Versuche, uns zu sichern und zu schützen, nichts ändern können. Absolute Sicherheit gibt es nicht. Das Leben bleibt potentiell immer lebensgefährlich.

Vielen macht das Angst und sie verschliessen davor die Augen. Sie versuchen sich damit zu beruhigen, alles Menschenmögliche getan zu haben, oder sie verdrängen den Gedanken, suchen Ablenkung und Zerstreuung. Besonders geeignet ist hier das Abtauchen in virtuelle Scheinwelten, in denen ein Mausklick Allmächtigkeit verleiht.


Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben!

Auch wenn wir nicht wissen, was das Neue Jahr für uns bereithält, so können wir doch voller Zuversicht und Vertrauen darauf zugehen. Der den Tod überwunden hat, ruft uns zu:

„Ihr sollt leben!“,

Ich wünsche Ihnen, dass diese Zusage Sie durch alle Tage des kommenden
Jahres tragen und geleiten möge

Unsere Zeit in Gottes Händen

Ich glaube, daß Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dazu braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten  dienen lassen. Ich glaube,
daß Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.

Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müßte alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, daß auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und daß es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermein-tlichen Guttaten.

Ich glaube, daß Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern daß er auf aufrichtige Gebete und verant-wortliche Taten wartet und antwortet.


Dietrich Bonhoeffer

Ihr

Christus spricht:

           Ich lebe und ihr sollt auch leben