Glocken läuten

Glocken

 

" … ich hör' von fernher Kirchenglocken mich lieblich heimatlich verlocken ...", sagt Theodor Storm in einem Gedicht.

Was würde unserer Gemeinde, unserer Stadt fehlen, wenn die Glocken nicht mehr läuteten, wenn sie verstummen würden? Ich freue mich immer, wenn ich die Glocken höre. Komme ich aus dem Urlaub zurück und höre unsere Glocken, dann weiß ich, ich bin wieder Zuhause.

Aber auch im Alltag sprechen die Glocken und rufen mir zu: "Halte einen Augenblick inne! Erinnere dich daran, es hält jemand seine Hand über dir! Du bist wichtig, du bist nicht allein!" Glocken-geläut über Elze am Sonntagmorgen, am Samstagabend oder irgendwann zwischendurch - sie bilden ein akustisches Dach aus Segen: Wenn die Gebetsglocke 7 mal den Ton anschlägt, weiß ich: Jetzt wird das "Vaterunser" gebetet - auch für mich.

Und wenn die Glocken am Sonntag zum Gottesdienst einladen, dann höre ich mit dem Klang der Glocken zugleich die Zusage
 
"Gottes Frieden sei mit dir"
und ich höre die Bitte:
"Gott segne dich und behüte dich".

Am Samstagabend läuten alle drei Glocken den Sonntag ein. Ich darf nach einer anstrengenden Woche einen Feiertag einlegen. Zeit haben für mich, für die Menschen, die mit mir zusam-menleben und für Gott, der mir meine Zeit anvertraut.

Wenn die Glocken bei der Trauung am Nachmittag läuten, dann machen sie klar: Zwei Menschen wollen in ihrer Ehe auf Gottes Güte vertrauen, in Freud und Leid zusammenhalten und in Liebe und Verantwortung vor Gott miteinander leben. Das ist gut!

Und wenn ein Mensch beerdigt wird,
dann trösten die Kirchenglocken und
verkünden: Wir vertrauen unsere
Verstorbenen nicht der dunklen
Erde, sondern der Treue unseres
Gottes an, in dessen Händen wir
im Leben und Sterben geborgen
bleiben.

Glocken läuten und klingen über Elze:
Sie erinnern uns an das, was unser
Leben trägt, und sie machen Mut
zu leben.
Es ist gut, dass sie läuten.