Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1827, es gab vorher allerdings noch andere Kirchengebäude an dieser Stelle. Die erste Kirche wurde hier von Karl dem Großen um das Jahr 780, zusammen mit einem Königshof gegründet.

Diese erste Kirche war hier Mutterkirche eines grösseren Gebietes. Darüber hinaus war sie  wie es in einer alten Urkunde heisst, als Sitz eines Missionsbistums geplant. Unter Ludwig dem Frommen wurde dieses Bistum nach Hildesheim verlegt. Die erste Kirche trug den Namen des Apostels Petrus.

Um das Jahr 1000 ist die Elzer Kirche Mittelpunkt eines Archidiakonats. Sie wird erst 1500 zur Peter und Paul-Kirche. Im Jahre 1543 bekennt sich Elze zum Lutherischen Glauben. Bei einer der zahlreichen Brände wurde 1743 auch die Kirche zerstört. Die nach Karl dem Großen benannte Südostkapelle wird jedoch nicht wieder aufgebaut.

Bei dem letzten grossen Brand von 1824 wird die Kirche erneut zerstört, wird jedoch bis 1827 auf den alten Fundamenten, in ihrer heutigen Form wieder aufgebaut. Im Jahre 1829 entsteht die Superintendentur in Elze. Das Lutherdenkmal wird 1883 von den Bürgern in Elze gestiftet und auf dem Kirchhof aufgestellt. Die Kirche wurde 1951 und 1973 Renoviert. Das erste Gemeindehaus wurde 1914 in der Sedanstraße 14 errichtet. Das neue Gemeindehaus wurde 1994 eingeweiht.

Turmportal Peterus und Paulus

Über dem Hauptportal im Turm zeigt eine Reliefplastik die Namen-spatrone  Petrus und Paulus. Die beiden Apostel sind auch im Elzer Stadtwappen dargestellt. Die Jahreszahl 1745 weist darauf hin dass die Plastik nach dem Vorletzten Brand entstanden ist.

Stadtwappen Elze

Der Turm wird gekrönt von einer goldenen Kugel und einer Wetterfahne, darunter befindeb sich drei “Hauben”, getrennt durch offene und geschlossene “Laternen”, die ihm sein charakteristisches Ausehen verleihen. Bei der letzten Renovierung der Turmspitze befand sich in der Kugel neben politisch angepassten Dokumenten der damaligen Stadtoberen (1937)! auch ein eingeschmuggelter Wunsch des damaligen Superintendenten Gottfried von Hanfstengel  

Südeingang
Turmspitze

“ Schwerste Zeit des Kampfes liegt über unserer deutschen evangelischen Kirche. Gott gebe , dass es wahr bleibe in unserer Kirche, einen anderen Grund kann niemand legen ausser dem, der gelegt ist welcher ist Jesus Christus .”

Der hohe Altaraufbau wurde im Jahre 1825 gebaut. Zwischen korin-thischen Säulen stehen in Nischen die Apostel Matthäus und Johannes. Sie kamen 1887 aus der Aegidienkirche in Hannover, die damals umgebaut wurde.

Altaraufbau mit Kanzel

Im Zuge dieser Veränderungen wurden auch die beiden Wandfiguren, Jakobus mit der Muschel am Wanderstab und die linken Figur, wahrscheinlich eine Thomas Darstellung, in seitlichen Wandnischen aufgestellt.

Jakobus und Thomas

Im Altarraum findet sich ein Sandstein-Taufbecken.Es ist ein Entwurf von Gebhardt Pfannschmidt aus dem Jahr 1966, in einer Steinmetzarbeit der Firma Lohse sowie Metallarbeiten von der Firma Nipper.

Taufleuchter von Claudia Vollmer
Lutherdenkmal

Die Nordseite der Kirche mit Lutherdenkmal

Peter und Paul
im Stadtwappen Elze

Der Portalbogen am Südeingang mahnt die Eintretenden dazu, sich innerlich auf die Feier einzustellen.
                      “Zeuch vorher die Schuh hier aus,
                     wann dein Fuß geht in dieses Haus”
Über den Nordeingang ist dies in einem originellen Gedicht gesagt: “ Hier schenke Gott ein Herz voll wahrer Brunst und Reu`, sonst ist das Kirchegehn nichts als nur Heuchelei.”

Die Peter und Paul- Kirche ( Geschichte & Gegenwart der Peter und Paul- Kirche als Pdf )

Turmdach und goldene Kugel mit Dokumenten

Taufbecken von Gebhardt Pfannschmidt

Es befindet sich zudem ein beson-ders gelungener Taufleuchter der Elzer Bildhauerin Claudia Vollmer von 1998 im Altarraum.

Auf der Vorderseite sieht man eine Menschengruppe über der sich der auferstandene Christus herabbeugt. Zwischen ihnen befindet sich ein Spalt in dem ein Kreuz die Verbindung zwischen Gott und den Menschen symbolisiert.