Schon mal Schwein gehabt?

Schweinchen rot

Wir merken es ja selbst: Was wir derzeit an Zinsen für unsere Spareinlagen und Lebensversicherungen erzielen, ist eigentlich zu wenig. Darunter hat leider auch die Stiftungsidee zu leiden. Denn Sinn und Zweck einer Stiftung ist es ja gerade, aus den Zinserlösen der Stiftung Projekte und Aufgaben finanziell zu unterstützen.  Führt die derzeitige Niedrigzinsphase die Stiftungsidee also ad absurdum?  Wohl kaum!

Denn Stiftungen sind grundsätzlich auf einen langen Zeitraum angelegt. Da können Zeiten niedriger Zinsen wohl zu einer Durststrecke werden, aber sie stellen die Stiftungsidee nicht grundsätzlich in Frage.

Es geht also weiter - auch mit unserer Peter und Paul Stiftung. Und damit Stiften auch weiterhin Freude macht, will die Landeskirche mithelfen und unterstützen. Deswegen hat sie eine neue Bonifizierungsaktion auflegt. Das heißt: Bei allen Zustiftungen, die bis zum 30. Juni 2015 auf unserem Stiftungskonto eingehen, gibt die Landeskirche im Verhältnis drei zu eins etwas dazu. Jeder dritte Euro wird also mit einem vierten bonifiziert. So werden aus drei Euro vier, aus 300,- werden 400,- und aus 3000,- sogar 4000,-. Je mehr vor Ort zugestiftet wird, um so mehr gibt auch die Landeskirche dazu - so ist das Prinzip.

Klar, dass auch unsere Stiftung diese Gelegenheit nutzen möchte. Deswegen hat sie 250 nette Sparschweine besorg. Die sind zwar nett, aber leider sind das wirklich ganz arme Schweine!! Was natürlich nicht so bleiben muss. Die kann man nämlich füttern (wie bei richtigen Schweinen). Und aus den armen Schweinen können in den nächsten Monaten allmählich dicke reiche Schweine werden. Man könnte sich also ein solches nettes armes Schwein als neues Haustier in seine Küche stellen und es von Zeit zu Zeit mit einem Euro oder mit 50 Cent "füttern" - wenn das Portemonnaie nach dem Einkauf mal wieder zu dick vom vielen Kleingeld ist oder aus Dankbarkeit, weil man etwas Schönes erlebt oder erfahren hat.

Das tut nicht weh - manch einer merkt es vielleicht kaum, aber das Schwein, das merkt's. Das wird im Laufe der Zeit nämlich immer dicker (und reicher).  Und wie das in einem Schweineleben so ist: nachdem man lang genug gefüttert wurde, wird man schließlich geschlachtet. Bei 250 Schweinen wird das dann ein richtiges Schlachtefest. Dazu lädt das Stiftungskuratorium rechtzeitig (vor dem 30 Juni 2015) ein, damit uns die Bonifizierung nicht verlorengeht. Natürlich gibt es bei so einem Schlachtfest dann auch etwas Ordentliches zu essen und zu trinken.  

Vielleicht haben Sie jetzt ja Lust bekommen, einen solchen Hausgenossen bei sich aufzunehmen. Dann melden Sie sich im Gemeindebüro der Peter und Paul Gemeinde in Elze (Tel. 5566) und erfahren Sie, wie Sie an so ein nettes armes Schwein kommen können. Und dann nur noch Schwein füttern und sich auf's Schlachtefest freuen.

Zum Schluss noch ein kleines Rechenexempel: Wenn wirklich nur 200 Haushalte in Elze einen solches
(stubenreines!) Haustier bei sich aufnehmen würden und es dann im Laufe der nächsten Wochen und Monate mit
(z.B.) 30,- Euro mästen, dann kämen bei 200 Schweinen 6000,- Euro für die Stiftung zusammen. Und auf die würde die Landeskirche noch einmal 2000,- Euro draufpacken.  Also - wie wär's?

 

Ihr

      Christian Castel