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(2. Korinther 12,9)

Aktuelle Hinweise:

Start des Gemeindeverbandes Elze-Eime
Hand in Hand für die Zukunft
Gründungsgottesdienst für den evangelischen Gemeindeverband Leinetal Elze-Eime
Elze. Mit einem festlichen Gottesdienst in der Peter-und-Paul-Kirche in Elze haben die Christen aus dem Leinetal die Gründung eines Gemeindeverbandes gefeiert. Rund 7500 Christen aus der Stadt Elze und dem Flecken Eime wollen in Zukunft näher zusammenrücken.
Zwar wurde der entsprechende Vertrag schon im Mai 2011 unterschrieben - wirklicher Beginn könne aber erst ein Gottesdienst sein, sagte die Elzer Pastorin Marita Meixner-Andersohn. Die Pastoren der beteiligten Gemeinden feierten den Gottesdienst gemeinsam: Neben Pastorin Meixner-Andersohn sind das Christian Castel, Superintendent des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld, der in Elze auch als Pastor tätig ist, sowie Dirk Glanert, Pastor in den Gemeinden Mehle-Sehlde, Esbeck und Wülfingen, und Pastor Thomas Guddat, zuständig für die drei Gemeinden in den fünf Ortschaften des Flecken Eime. Thomas Guddat ist auch Vorsitzender im Vorstand des neu gegründeten Gemeindeverbandes, sein Stellvertreter ist Stefan Scherer.
Der Gemeindeverbands-Vorstand besteht aus acht Vertreterinnen und Vertretern der Kirchenvorstände und den vier Pastoren. Mit der Gründung des Verbandes gebe es einen gemeinsamen Haushalt, erläuterte Pastor Guddat. Der Verband sei Arbeitgeber der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen angeschlossenen Gemeinden und zuständig für den Erhalt aller Kirchengebäude. Das bringe mehr Flexibilität für aufwändigere Vorhaben mit sich. Mit der Gründung des Verbandes hätten die Gemeinden die Möglichkeit, sich allmählich einander anzunähern und auf eine zukünftige noch engere Zusammenarbeit vorzubereiten, erklärte Thomas Guddat: "So können wir das aktiv gestalten."
Die Eigenarten und Angebote der einzelnen Gemeinden sollten aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Die Gemeinden behalten ihre Pastorinnen und Pastoren sowie ihre Kirchenvorstände. Trotzdem sollten die Gemeinden zusammenrücken, sich beispielsweise bei den Verbandsgottesdiensten kennen lernen und auch einmal die anderen Kirchen besuchen. Denn die Pastorenstellen seien zwar für vier Jahre sicher, auf lange Sicht aber wohl nicht alle zu halten, so dass neue Perspektiven entwickelt werden müssten. Da sei eine lange Vorlaufzeit hilfreich: "Das geht nur mit Vertrauen und Transparenz bis in die Gemeinden hinein."
Die Predigten während des Gottesdienstes befassten sich mit dem Kirchenlied "Wie schön leuchtet der Morgenstern", das Philipp Nicolai im Pest-Jahr 1597 verfasste. Er habe mit dem Lied Hoffnungsbilder geschaffen, die den Blick fort von dem Elend nach oben zum Himmel reißen, sagte Pastor Guddat. Das Lied spreche Verstand und Herz gleichermaßen an, erläuterte Pastorin Marita Meixner-Andersohn. Glauben und Freude, die fest im Herzen aufgenommen seien, ließen Sorgen und Zukunftsängste in anderem Licht erscheinen, so Superintendent Castel.
Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Mitglieder der verschiedenen Gemeinden bei einem Empfang miteinander ins Gespräch kommen.

(Von Links)
Die Zukunft wollen sie Hand in Hand gestalten: Pastor Dirk Glanert, Stefan Scherer, Superintendent Christian Castel, Pastor Thomas Guddat und Pastorin Marita Meixner-Andersohn. Foto: Barth
Text und Foto: Kultur & Kommunikation
„Enorme Gestaltungsmöglichkeiten“
Am 18. März wählen die evangelischen Gemeinden ihre neuen Kirchenvorstände
Alle sechs Jahre wählen die evangelischen Christen in der Landeskirche Hannovers neue Kirchenvorstände. Am 18. März ist es wieder so weit. Vielen Menschen mag der Gang zur Wahlurne als lästige Aufgabe erscheinen, doch die demokratische Tradition gehört zu den Grundsäulen der evangelischen Kirche. Anders als bei den hierarchischer organisierten Katholiken ist eine evangelische Gemeinde quasi ihr eigener Souverän. Und die Leitung liegt in den Händen des Kirchenvorstandes.
Die Kirchenvorstände prägen das Gesicht der Kirche im jeweiligen Ort, erklärt Christian Castel, Elzer Superintendent des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld: „Im Idealfall bestimmen sie die Richtlinien einer Gemeinde – das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe.“ Superintendentin Katharina Henking, seine Alfelder Kollegin, ergänzt: „Wenn man diese Aufgabe ernst nimmt, bietet sie enorme Gestaltungsmöglichkeiten.“
Kirchenvorstände fassen Personalbeschlüsse, diskutieren Gebäudefragen, prägen das Gemeindeleben entscheidend mit. In Zeiten eines strukturellen Wandels der Kirche gewinne es immer mehr an Bedeutung, den Pastorinnen und Pastoren ein konstruktiv-kritisches Gegenüber zu sein, sagt Katharina Henking. „Das brauchen wir so sehr, gerade wenn ein Pastor mehrere Gemeinden betreuen muss.“ Was im ländlichen Bereich längst die Regel ist. „Als Pastorin bin ich angewiesen auf Leute, die die Menschen und Interna eines Ortes gut kennen“, so die Neu-Alfelderin.
Möglichst soll ein Kirchenvorstand einen repräsentativen Querschnitt durch die Gemeinde darstellen – mit Mitgliedern aller Altersstufen und Berufsgruppen, mit Menschen, die schon lange im Ort verwurzelt sind, ebenso wie mit neu Hinzugezogenen. Sie bringen unterschiedliche Talente ein, die einen vielleicht mehr im organisatorischen, die anderen eher im praktischen Bereich.
Und dabei ist es keinesfalls eine Voraussetzung, dass ein Kirchenvorsteher oder eine Vorsteherin jeden Sonntag im Gottesdienst sitze, findet das Leitungsduo des Kirchenkreises. Eine gewisse Distanz könne manchmal sogar hilfreich sein, um anstehende Probleme zu lösen.
Und Herausforderungen gibt es genug, da die Zahlen der Gemeindemitglieder sinken und die finanziellen Spielräume schrumpfen. „Manche Kirchenvorstände haben zu Recht das Gefühl: Der Pastor ist weg - oder wir müssen ihn mit anderen Gemeinden teilen – und uns wird alles aufgehuckt“, weiß Katharina Henking.
Doch mit kreativen Ideen ließen sich immer noch vor gute Lösungen finden – auch beim Umgang mit der Arbeitsbelastung. Ein projektbezogener Einsatz sei möglich, auch die Begrenzung der Amtszeit auf weniger als einen kompletten Sechs-Jahres-Zyklus. „Wir müssen uns verabschieden von dem Prinzip "kleiner Finger, ganze Hand", so Katharina Henking. „Jeder kann und soll sich im Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten engagieren“, stellt auch Christian Castel klar. Die Wahl biete einen guten Ansatz, Zuständigkeiten neu zu regeln.
Wenn die Arbeit auch ehrenamtlich sei, bekomme jede und jeder Einzelne doch etwas zurück, betonen beide: Als Mitglied eines Kirchenvorstands erhalte man ein gutes Training in Diskussionen und öffentlichen Auftritten, man könne sich weiter entwickeln, neue Ressourcen entdecken, Selbstbewusstsein aufbauen, wichtige persönliche Erfahrungen machen. Katharina Henking fügt einen weiteren Punkt hinzu: „Die Arbeit im KV fördert, wenn sie gut läuft, Kontakte und Geselligkeit.Ò Die Pfarrämter freuen sich über weitere Interessierte, die sich zur Wahl stellen möchten. Die Meldefrist dauert noch bis zum 30. Januar.
Geld von der Landeskirche
Für die Peter und Paul Stiftung hatte Stiftungsberater Käthler eine Überraschung dabei.
Die Bonifizierungsaktion der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, die Ende Juni ausgelaufen war, ist inzwischen ausgewertet und abgerechnet. Für die Stiftung in Elze bedeutete das Ergebnis einen
Scheck über 2.852 Euro, den Herr Käthler den Stiftungsvorstandsvorsitzenden Michael Große Lackmann überreichte.
Die Peter und Paul Stiftung hatte zusätzlich in den zwei Jahren der Bonifizierungsaktion rund 8.500 Euro gesammelt.
Ein Drittel dieser Summe gibt die Landeskirche als Bonus dazu.„Über den Scheck von der Landeskirche freuen wir uns sehr” sagte Michel Große Lackmann bei der symbolischen Scheckübergabe.
(Von Links) Ralf Mundhenke-Waldert, Martin Käthler, Katharina Körbes und der Vorsitzende des Kuratoriums Michael Große Lackmann bei der Scheckübergabe.
Bonifizierung: Geld von der Landeskirche
